"11 für Gesundheit" macht in Afrika den nächsten Schritt
© FIFA.com

Das Bestreben der FIFA, die positive Botschaft seines Programms "11 für Gesundheit" zu verbreiten, fand diesen Monat in Afrika seine Fortsetzung. In Ghana, Tansania und Sambia wurde eine hochrangige Delegation der medizinischen Abteilung der FIFA empfangen. Die Gruppe unter der Leitung von Professor Jiri Dvorak, FIFA-Chefarzt und Vorsitzender des FIFA-Zentrums für medizinische Auswertung und Forschung (F-MARC), sowie Professor Colin Fuller, Projektleiter des Programms "11 für Gesundheit", war begeistert von der enthusiastischen Resonanz in diesen drei großen afrikanischen Nationen.

"11 für Gesundheit" verfolgt das Ziel, mithilfe des Fussballs das Wissen, die Einstellung und das Verhalten von Kindern zu wichtigen Gesundheitsrisiken zu verbessern. Das Programm ist seit einigen Jahren in kleineren Ländern wie etwa Botswana, Mauritius, Namibia oder Malawi bereits ein durchschlagender Erfolg. Die FIFA ist nun bestrebt, die Vorteile des Programms in größerem Maßstab bekannt zu machen.

Professor Dvorak erklärte: "Unsere Erfahrungen in den vergangenen Jahren waren sehr erfolgreich. Für die FIFA besteht die Herausforderung nun darin, dasselbe Konzept in viel bevölkerungsreicheren sowie in Flächenstaaten einzuführen. Diese Reise war ein erster Schritt für die medizinischen Mitarbeiter der FIFA, um Regierungsvertreter aus den Ministerien für Bildung, Gesundheit und Sport sowie natürlich die Präsidenten und Generalsekretäre der nationalen Verbände zu treffen."

Dvorak und die FIFA verfolgen das Ziel, dass in jedem Land jährlich zwischen 150.000 und 200.000 Kinder in der Zielgruppe der Elfjährigen von "11 für Gesundheit" profitieren. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel, welches eine besonders enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Regierungsstellen erfordert. Nichtsdestotrotz stieß das Programm bei den betroffenen Ministern und Vertretern der nationalen Verbände auf einstimmig positive Resonanz. Ghanas stellvertretender Sportminister etwa, Nortey Dua, zeigte sich von dem Konzept überzeugt:

"Das Programm nutzt den Fussball, der hier eine große Leidenschaft ist. Man sieht überall Kinder Fussball spielen, an jeder Ecke, auf jedem kleinen Platz. Deshalb bin ich mir sicher, dass es gut aufgenommen wird, wenn der Fussball dafür genutzt wird, das Wissen der Kinder über Gesundheit zu erweitern. Aus diesem Grund wird mein Sportministerium diesem Programm seine maximale Unterstützung geben und es annehmen."

Auch Sambias Bildungsminister Dr. John Phiri erkannte die Vorteile der Herangehensweise, den Nationalsport seines Landes dafür zu nutzen, die Aufmerksamkeit der Jugendlichen auf ein möglicherweise lebensrettendes Thema zu lenken. "Sambische Kinder sind immer begeistert, wenn sie irgendwo Fussball sehen", sagte er. "Wenn das Programm gestartet wird, kann ich mir deshalb gut vorstellen, dass viele Kinder, die die Schule normalerweise langweilig finden, sich für so etwas begeistern können, bei dem sie Geist und Körper trainieren können. Der Fussball ist in der Lage, wahre Freude in ihr Leben zu bringen."

Angesichts der allgemeinen Unterstützung für die Ziele und Methoden von "11 für Gesundheit" besteht für die jeweiligen Vertreter die Aufgabe nun darin, für die erforderliche Einigkeit und Entschlossenheit zu sorgen, damit das Programm ein Erfolg werden kann. Dieser Umstand entging auch Tansanias Sportminister Dr. Emmanuel Nchimbi nicht, der die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit aller Beteiligten betonte:

"Wenn wir wollen, dass dieses Programm ein Erfolg wird, müssen wir alle zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle Sektoren ihre Zustimmung geben und verstehen, was wir erreichen wollen. Wir brauchen die Mitarbeit aller, von der Regierung über die Minister für Gesundheit, Bildung und Sport, bis hin zum Fussballverband Tansanias, mit dem wir bereits sehr eng zusammenarbeiten."

Das letzte Wort ging an Professor Dvorak, der seine Freude über die bisherigen Fortschritte zum Ausdruck brachte. Zugleich betonte er, dass noch viel Arbeit bevorstünde, um die Vorteile von "11 für Gesundheit" so weit wie möglich zu verbreiten. "Es ist natürlich sehr aufregend, diese Art Projekte in solch großen Ländern zu starten, und darüber hinaus von allen Beteiligten eine solch großartige Unterstützung zu erfahren. Wir wissen, dass es unter den Kindern in diesen Ländern eine große Leidenschaft für den Fussball gibt, und wir wissen auch, dass ein großer Bedarf an mehr Wissen über gesundheitliche Risiken besteht."

"Als nächstes wird die FIFA im Verlauf des Jahres 2012 in jedem Land ein Pilotprojekt an elf öffentlichen Schulen starten, um die Durchführbarkeit des Programms zu testen und die Ergebnisse zu überwachen. Und falls alle Beteiligten einverstanden sind, 2013 mit der landesweiten Einführung zu beginnen. Die Kosten werden gering sein, so dass alle Beteiligten nur gewinnen können, insbesondere aber die kommende Generation."

Mehr Informationen zu "11 für Gesundheit" und über die weiteren Aktivitäten der Entwicklungsabteilung der FIFA finden Sie über die Links auf der rechten Seite.