
Die FIFA hat eine klar umrissene Vision: Der Fussball soll dopingfrei bleiben. Es obliegt der FIFA, Schaden von den Spielern abzuwenden und dafür zu sorgen, dass die Wettbewerbsbedingungen für alle Fussballer gleich sind. Da die FIFA es mit ehrgeizigen und unabhängigen Einzelpersonen zu tun hat, ist die Anti-Doping-Strategie vor allem auf Aufklärung und Prävention ausgerichtet. Die FIFA respektiert die Würde und die Privatsphäre aller Spieler, die sich Dopingkontrollen unterziehen müssen.
Die FIFA stützt sich bei allen Entscheidungen im Hinblick auf das Anti-Doping-Programm auf die Besonderheiten des Fussballspiels, wissenschaftliche Erkenntnisse und die Analyse gesicherter Dopingstatistiken. Die FIFA nimmt ihre Verantwortung im Kampf gegen Doping durch strenge Kontrollregeln, fortlaufende Datensammlung und die Förderung der evidenzbasierten Forschung wahr. Daneben hat sich die FIFA in der unbedingt erforderlichen weltweiten Zusammenarbeit zum Schutz der Gesundheit der Athleten und des Geistes des fairen Wettbewerbs als zuverlässiger Partner der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) erwiesen.
Anhand der Gesamtanzahl der im Fussball entnommenen und ausgewerteten Proben (laut Statistiken der WADA) lässt sich der Anteil positiver Befunde berechnen. Insgesamt gibt es im Fussball über die Jahre ein geringes Vorkommen positiver Befunde, das deutlich unter 0,4 Prozent liegt (2004: 0,34 %, 2005: 0,33 %, 2006: 0,32 %; 2007: 0,36 %; 2008: 0,23 %).
2009 wurden im Fussball weltweit 32.526 Dopingkontrollen durchgeführt. Gemäß der Dopingkontroll-Datenbank der FIFA waren davon 68 Proben positiv (0,21 %), 5 davon (0,02 %) aufgrund anaboler Steroide. Insgesamt sind etwa 70 bis 80 % der positiven Testergebnisse auf die Einnahme von Cannabis und Kokain zurückzuführen.
Tabelle 1: Gesamtzahl der Proben, positive Proben und positiv auf Anabolika getestete Proben im Fussball pro Jahr.
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2004
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2005
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2006
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2007
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2008
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2009
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PROBEN INSGESAMT
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22.329
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23.478
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25.727
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28.313
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33.445
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32.526
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POSITIVE PROBEN
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76
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74
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89
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102
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78
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68
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ANABOLIKA
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9 (0,03 %)
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11 (0,05 %)
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10
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14
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6
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5 (0,02 %)
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Der Spielkalender im Fussball reicht fast über das ganze Jahr, hinzu kommt die Saisonvorbereitung, so dass für die einzelnen Spieler nur wenige Wochen Pause bleiben. Spitzenspieler bestreiten oftmals nicht nur am Wochenende, sondern auch unter der Woche Spiele. Ferner spielen sie in verschiedenen Teams auf nationaler und internationaler Ebene, womit die spielfreien Zeiten (außerhalb von Wettbewerben) noch kürzer werden.
Der Fussball hat als Mannschaftssport von allen Sportarten die höchste Anzahl von Sportlern. Wirksame und effiziente Dopingkontrollpläne sind deshalb ein Muss.
Aufgrund der Anzahl der Spieler, des Spielplans und der positiven Tests sind einzelne Kontrollen im Fussball unwirksam und ineffizient. Zufällige und überraschende Teamkontrollen bei Spitzenmannschaften wirken viel abschreckender. Auf den unteren Stufen sind Aufklärung und Prävention die wichtigsten strategischen Mittel im Fussball.
