Japans Ex-Kapitän Miyamoto beginnt FIFA Master-Aufbaustudium
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Tsuneyasu Miyamoto hat eine lange Karriere im japanischen Fussball hinter sich und trug bei den FIFA WM-Turnieren 2002 und 2006 die Kapitänsbinde seiner Nationalmannschaft. Jetzt stellt er sich als Student des FIFA Master-Aufbaustudiums einer neuen Herausforderung.

Der ehemalige Verteidiger gehört zu einer Gruppe von insgesamt 30 Teilnehmern aus 24 Ländern (Bosnien-Herzegowina, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Israel, Italien, Japan, Lesotho, Marokko, Mexiko, Neuseeland, Niederlande, Peru, Portugal, Schweden, Schweiz, Südafrika, Ukraine, USA, Vereinigte Arabische Emirate, VR China, Zypern), die sich am Montag, 17 .September, zum Beginn des 13. FIFA Master-Kurses in der De Montfort University Trinity Chapel (Leicester, England) einfanden.

"Auf dem Feld habe ich als Spieler viele Dinge gesehen und gelernt", so Miyamoto. "Jetzt möchte ich den Fussball auch aus einem anderen Blickwinkel kennenlernen. Das Studium der wichtigsten und miteinander verwobenen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Schlüsselaspekte des Sports in einer solch internationalen Umgebung versetzt mich in die Lage, neue Ansätze zu verfolgen und damit einen wertvollen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Stellung des japanischen Fussballs zu leisten. Lange Zeit war Baseball in Japan die beliebteste Sportart. Doch die Zahl der Menschen, die den Fussball lieben, steigt glücklicherweise seit einiger Zeit deutlich an. Ich bin sicher, dass der FIFA Master-Kurs und das entsprechende internationale Netzwerk mir viele neue Ideen vermitteln und sich als wichtiger Grundpfeiler meiner weiteren Karriere erweisen werden. Der Fussball ist in der europäischen Kultur tief verwurzelt und das macht den FIFA Master nur noch interessanter", erklärte Miyamoto.

Miyamoto trägt seit der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Korea/Japan 2002™ den Spitznamen Batman, da er dort nach einem Nasenbeinbruch mit schwarzer Schutzmaske spielte. Er brachte es auf 71 Länderspieleinsätze für Japan und spielte in den 16 Jahren seiner Karriere von 1995 bis 2011 für die Vereine Gamba Osaka, Red Bull Salzburg und Vissel Kobe. Er vertrat sein Land auch bei der FIFA U‑17-Weltmeisterschaft 1993, der FIFA U‑20-Weltmeisterschaft 1997, beim Olympischen Fussballturnier 2000 sowie beim FIFA Konföderationen-Pokal 2003 und 2005.

Neben seiner Fussballkarriere erwarb Miyamoto einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Universität Doshisha in Japan. Nachdem er im Dezember 2011 das Ende seiner aktiven Karriere bekannt gab, arbeitete er erfolgreich als TV-Kommentator während der UEFA EURO 2012 und den Olympischen Spielen von London.

“Es ist immer ein positives Zeichen, wenn Spitzensportler Führungspositionen in Sportorganisationen übernehmen. Wir begrüßen Tsuneyasu Miyamotos Bemühungen, sich entsprechend weiterzuentwickeln“, sagte CIES-Direktor Denis Oswald.

In den vergangenen zwölf Jahren hat sich der FIFA Master als einer der weltweit führenden Aufbaustudiengänge auf dem Gebiet des Sports etabliert. In einer Studie, die das renommierte Magazin SportBusiness International im vergangenen Jahr durchgeführt hat, wurde der FIFA Master als bester Aufbaustudiengang Europas im Bereich des Sports ausgezeichnet.

Der von der FIFA unterstützte und vom Internationalen Zentrum für Sportstudien (CIES) durchgeführte FIFA Master-Aufbaustudiengang wurde im Jahr 2000 mit dem Ziel geschaffen, qualifizierten Studenten aus aller Welt ein umfassendes Verständnis für die sozialen, ökonomischen und juristischen Dimensionen des Sports zu vermitteln. Rund 90 Prozent der bislang mehr als 300 Absolventen des FIFA Master sind in dauerhaften Arbeitsverhältnissen in der Sportindustrie beschäftigt.

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