
Nachdem ihre Arbeit in den vergangenen Jahren vorwiegend auf die Konsolidierung der seit 1998 begonnenen Entwicklungsinitiativen abzielte, ist die FIFA im Jahr 2011 in eine neue dynamische Phase eingetreten. Der neue Zyklus wird ebenso wie die nachfolgenden Phasen mehrere Weiterentwicklungen hinsichtlich der Unterstützung der Mitgliedsverbände beinhalten. Dabei verfolgt die FIFA das Ziel, die bislang üblichen Hilfsmaßnahmen zunächst in projektbegleitende und beratende Aktivitäten überzuleiten, die schließlich – abhängig von den konkreten Fortschritten in den einzelnen Mitgliedsverbänden – in Maßnahmen zur institutionellen Stärkung der nationalen Verbände und zur weiteren Entwicklung des Fussballs in den jeweiligen Ländern münden sollen.
Dafür wurden bereits neue Programme und verschiedene Vorgehensweisen konzipiert bzw. angedacht. So auch das FIFA-Fussballmanagement-Programm PERFORMANCE, das mit einem standardisierten Ablauf und einheitlichen Zielen auf den Weg gebracht wurde. Überdies kommen zunehmend Entwicklungskonzepte mit regionaler Ausrichtung zur Anwendung, unter anderem Ausrüstungsstrategien für die Mitgliedsverbände im IT-Bereich, um so bei vergleichbaren Situationen von Synergie-Effekten zu profitieren.
Deutlich zugenommen hat zudem der Ansatz, die Mitgliedsverbände bei der konkreten Realisierung von Projekten zur Einführung, Fortführung und Erweiterung von Wettbewerben aller Art – vom Breitenfussball für Jung und Alt bis zum professionellen Elitefussball – möglichst umfassend zu begleiten, wobei sich der Schwerpunkt immer mehr auf die Förderung der Jugend verlagert.
Vier neue Entwicklungsprogramme
Vor diesem Hintergrund hat das FIFA-Exekutivkomitee auf seiner jüngsten Sitzung im Dezember 2011 in der japanischen Hauptstadt Tokio gleich vier neue Entwicklungsprogramme bewilligt. Im Einzelnen handelt es sich dabei um:
- die strukturelle und institutionelle Stärkung der Mitgliedsverbände
- ein globales Registrierungssystem für Spieler und andere Akteure im Fussball
- die Ertragsgenerierung und -diversifizierung in den Mitgliedsverbänden
- die Entwicklung und den Ausbau der Infrastruktur sowie die qualitative Verbesserung der Ausrüstungsstandards im Wettbewerbsbereich
Selbstverständlich haben auch die "historisch" bereits bewährten Entwicklungsprogramme wie das Finanzielle Unterstützungs-Programm FAP oder die im unmittelbaren Verantwortungsbereich der Mitgliedsverbände durchgeführten FIFA-Kurse weiter an Intensität gewonnen. So wurden allein im Jahr 2011 nicht weniger als 52 Goal-Projekte vergeben und 464 Lehrgänge (in unterschiedlichen Bereichen wie Coaching, Frauenfussball, Futsal, Schiedsrichterwesen etc.) organisiert. Zusätzlich erhielten alle Mitgliedsverbände, die die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt haben, die jährlich im Rahmen des FAP bereitgestellten Mittel.
Bereitstellung entsprechender Mittel für die Entwicklung des Fussballs
Darüber hinaus zeigt sich der höhere Standard der Entwicklungsprogramme auch in einer insgesamt gestiegenen Bereitschaft zur Diversifizierung bewilligter Goal-Projekte zu Gunsten von Projekten für die fachlich-technische Unterstützung und Beratung der Mitgliedsverbände, insbesondere bei der Förderung des Nachwuchses (Fussball-Akademien, Entwicklung von Futsal, Beach Soccer und Frauenfussball etc.), bei der Unterzeichnung gemeinsamer Absichtserklärungen mit einzelnen Mitgliedsverbänden, mit deren Hilfe die Umsetzung der im Verlauf der FIFA-Seminare eingegangenen Verpflichtungen zum Breitenfussball erleichtert werden soll, sowie bei allen sonstigen Vereinbarungen, die eine höhere Effizienz der Verbandsarbeit zum Ziel haben.
Ferner gilt es, auch in Zukunft entsprechende Mittel für die Entwicklung des Fussballs an der Basis – also dort, wo der Fussball immer noch viel Potenzial aufweist und die eigentlichen Ziele noch nicht erreicht wurden – bereitzustellen. Aus diesem Grund wird sich die FIFA auch in den verbleibenden drei Jahren des Zyklus 2011 bis 2014 weiterhin für die optimale Umsetzung ihrer speziell zugeschnittenen Programme einsetzen.



