Aufwandssituation der FIFA

"Für das Spiel. Für die Welt" – so lautet das Motto der FIFA, und dieses Versprechen wird auch in der Aufwandssituation des Weltfussballverbandes deutlich.

Ein Großteil des Ertrags der FIFA wird in den Fussball und die Entwicklung des Fussballs investiert. 70 Prozent des Gesamtaufwands der FIFA fließt direkt in den Fussball. Dabei bildet die soziale Verantwortung einen zentralen Stützpfeiler und Entwicklungsprogramme stellen ein wichtiges Investitionsfeld dar. Im zu Ende gegangenen Vier-Jahres-Zyklus von 2007-10 wurden USD 794 Mio. (entspr. 22 Prozent des Gesamtaufwands) für Entwicklungsprojekte aufgewendet. Dies beinhaltet das Programm Finanzielle Unterstützung (FAP),das Goal-Programm und andere Entwicklungsprojekte und soziale Projekte.

Turniere spielen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und Förderung des Fussballs, der Teilnehmer und der Veranstalter. Zudem bedeuten sie für die Zuschauer rund um die Welt Spaß und Unterhaltung. Entsprechend stellen die FIFA-Wettbewerbe den größten Einzelposten beim Aufwand dar. In der letzten Vier-Jahres-Periode entfielen insgesamt USD 1.713 Mio. auf diesen Bereich.

Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ bildete mit einem Aufwand von USD 1.298 Mio. den Löwenanteil dieser Summe, wobei die Preisgelder, der Beitrag an das LOK sowie die TV-Produktionskosten die größten Positionen darstellen. Daneben hat die FIFA weiterhin ein starkes Engagement für die kleineren Turniere gezeigt, die bei der Entwicklung und Förderung des Fussballs eine entscheidende Rolle spielen. Die 23 weiteren FIFA-Turniere im Zeitraum von 2007 bis 2010 schlugen mit einem Aufwand von insgesamt USD 415 Mio. zu Buche.

Die FIFA beteiligte auch ihre Mitglieder am Erfolg und leistete Sonderzahlungen von insgesamt USD 144 Mio. an ihre Mitgliedsverbände und -Konföderationen. Auch der Klubfussball erhielt zusätzliche Mittel von der FIFA – USD 40 Mio. wurden im Januar 2011 den 400 Klubs zugesagt, deren Spieler bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ vertreten waren.

Das Exekutivkomitee der FIFA hat zugestimmt, USD 40 Mio. für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ und USD 70 Mio. für die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Brasilien 2014™ bereitzustellen, um die für den Erfolg der FIFA Fussball-WM überaus wichtige Rolle der Klubs anzuerkennen. Die Zahlungen nach der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010™ wurden über die Mitgliedsverbände an die Klubs der insgesamt 736 Spieler verteilt, die an der Endrunde teilnahmen.

Die FIFA als weltumspannende Organisation hat einen entsprechend hohen betrieblichen Aufwand, der sich im Zeitraum von 2007 bis 2010 auf insgesamt USD 707 Mio. belief. Auch das Fussballmanagement verursacht erhebliche Kosten. Der Aufwand für die Organisation sämtlicher Kommissionen und FIFA-Kongresse, die Ausgaben für rechtliche Angelegenheiten und die Fussballverwaltung schlagen zusammen mit USD 202 Mio. zu Buche.

Die Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen in Bezug auf die Marketing-, TV- und Medienrechte erfordert gewisse Anfangsauslagen, bevor daraus Gewinne erwachsen. Hierfür und für die Lizenzierung wurden zwischen 2007 und 2010 insgesamt USD 92 Mio. aufgewendet. Auch Fremdwährungsverluste sind ausgewiesen, die allerdings durch entsprechende Fremdwährungsgewinne im gleichen Zeitraum mehr als ausgeglichen wurden.

Es konnten finanzielle Reserven gebildet werden, die die Organisation in die Lage versetzen, auf unerwartete Ereignisse zu reagieren und ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit zu sichern.