FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat in letzter Zeit gleich mit mehreren hochrangigen europäischen Politikern die Probleme des Sports im aktuellen Kontext der Europäischen Union erörtert.
Am Montag wurde Blatter in Stockholm von Fredrick Reinfeldt, dem schwedischen Ministerpräsidenten und amtierenden EU-Ratspräsidenten, empfangen. Lars-Ake Lagrell, Präsident des schwedischen Fussballverbands, und UEFA-Ehrenpräsident Lennart Johansson waren beim Treffen ebenfalls zugegen.
Erörtert wurden u. a. der Status des Sports in Europa nach dem irischen Ja zum Vertrag von Lissabon, die Besonderheit und Autonomie des Sports (gemäß Art. 165 des Vertrags von Lissabon) sowie die 6+5-Initiative der FIFA.
Zwei Tage zuvor war der FIFA-Präsident in Kopenhagen bereits von der dänischen Kulturministerin Carina Christensen empfangen worden. Beim Treffen, an dem auch Allan Hansen, Präsident des dänischen Fussballverbands, teilnahm, bekräftigte Christensen Dänemarks Unterstützung für die 6+5-Initiative.
Beide Treffen standen im Zeichen:
- des irischen Votums zugunsten des Vertrags von Lissabon,
- der Konferenz zur Besonderheit des Sports vom 20./21. Oktober in Budapest, an der die Sportausschüsse der nationalen Parlamente der 27 EU-Mitgliedsstaaten teilnehmen werden,
- der wichtigen Ankündigung des spanischen Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero, im April 2010 unter der spanischen EU-Präsidentschaft einen europäischen Sportgipfel durchzuführen.

