FIFA-Präsident Joseph S. Blatter ist zu Wochenbeginn von U.S.-Präsident Barack Obama im Weißen Haus empfangen worden. Mit dem Besuch in Washington endete die viertägige Nordamerika-Reise des FIFA-Präsidenten. Zu der von Joseph S. Blatter angeführten Delegation gehörten Jack Warner, FIFA-Vizepräsident und Präsident der CONCACAF, Jérôme Valcke, FIFA-Generalsekretär, sowie Sunil Gulati, Präsident des U.S.-amerikanischen Fussballverbandes. Während seines USA-Besuchs führte der FIFA-Präsident zahlreiche Gespräche mit Vertretern aus Sport und Politik und besuchte zusammen mit FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke das Finalspiel des Gold Cup 2009 im Giants Stadium in New York. Beim Treffen im Weißen Haus lud er Barack Obama offiziell zur FIFA Fussball-WM 2010 nach Südafrika ein.
Joseph S. Blatter überreichte dem U.S.-Präsidenten ein persönlich signiertes Zertifikat, mit dem Obama und seine Familie zu allen Spielen der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ in Südafrika eingeladen sind. Barack Obama will nun prüfen lassen, wann es ihm möglich sein wird, die kommende Fussball-WM zu besuchen.
Der amerikanische Präsident brachte im Gespräch mit Joseph S. Blatter unter anderem die Kandidatur der USA für die Ausrichtung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ 2018 oder 2022 zur Sprache. Barack Obama anerkannte im Weiteren die Arbeit der FIFA und von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter. Er lobte speziell die Bemühungen der FIFA rund um die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika, die auch gemeinnützige Arbeit, Bildung und Projekte im öffentlichen Gesundheitswesen einschließen. Joseph S. Blatter schenkte dem U.S.-Präsidenten zudem einen Ball vom Finalspiel des Konföderationen-Pokals, der vergangenen Juni in Südafrika ausgetragen wurde. Die USA unterlagen im Finale Brasilien 2:3.
Angeregte Gespräche mit Schweizer Botschaftern
Unmittelbar nach dem Besuch im Weißen Haus traf sich Joseph S. Blatter mit dem Schweizer Botschafter in den USA, Urs Ziswiler. Der Empfang, an dem auch der Präsident des amerikanischen Fussballverbandes, Sunil Gulati, teilnahm, fand in der Residenz des Botschafters in Washington statt. Die Gespräche drehten sich um den Besuch des FIFA-Präsidenten im Weißen Haus sowie um schweizerische Sportpolitik. Tags zuvor war der FIFA-Präsident in New York bereits mit dem Schweizer UNO-Botschafter Peter Maurer zusammengetroffen. Im Gespräch ging es unter anderem um Entwicklungsprojekte mit Hilfe des Fussballs, die die FIFA weltweit - und besonders auf dem afrikanischen Kontinent - umsetzt und dabei auch von den Vereinten Nationen unterstützt wird.
Fussball in den USA immer populärer
Bei einem Treffen am Samstag in New York mit CONCACAF-Präsident Jack Warner und U.S.-Verbandspräsident Sunil Gulati diskutierte Joseph S. Blatter angeregt das Potenzial für die Weiterentwicklung des Fussballs in den USA. Der FIFA-Präsident unterstrich dabei die Wichtigkeit, eigene Stadien für den Fussball zu haben. Die bestehenden amerikanischen Stadien seien oft zu groß. Zudem sprach sich Blatter dafür aus, den U.S.-Spielkalender dem internationalen Spielkalender anzupassen. So könnten mehr amerikanische Spitzenspieler dazu gebracht werden, in der heimischen Liga zu spielen. Derzeit sind zahlreiche der amerikanischen Topspieler in Europa unter Vertrag.
Große Resonanz in den U.S.-Medien
Das Echo auf den viertägigen USA-Besuch des FIFA-Präsidenten war in den nordamerikanischen Medien enorm. Das Finale des Gold Cup 2009 zwischen den USA und Mexiko, das vergangenen Sonntag im New Yorker Giants Stadium (New Jersey) ausgetragen wurde und 0:5 endete, förderte das Interesse zusätzlich.
Offizielle Erklärung des Weißen Hauses:
(veröffentlicht am 27. Juli 2009 durch das Office of the Press Secretary)
Readout of the President's Meeting with FIFA President Joseph Blatter
"The President welcomed FIFA President Blatter to the White House and urged Mr. Blatter to give strong consideration to the US bid to host the World Cup in either 2018 or 2022. During the half-hour meeting in the Oval Office, President Obama complimented FIFA on their efforts to incorporate community service, education and public health projects into their plans for staging the 2010 World Cup in South Africa. President Obama thanked Mr. Blatter for inviting him to attend next year's event and said he hoped his schedule would allow him to do so. The President also thanked Mr. Blatter for the soccer balls that he brought with him as gift for the President's soccer-playing daughters."


