Der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für Sport und Entwicklung, Willi Lemke, traf heute im FIFA-Hauptsitz in Zürich mit FIFA-Präsident Joseph S. Blatter zusammen. Es wurde eine enge Zusammenarbeit zwischen der FIFA und den Vereinten Nationen vereinbart, um die Rolle des Sports als effizientes Mittel für Entwicklung und Frieden angesichts der bevorstehenden FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 und der im Jahr 2015 ablaufenden Frist für die Umsetzung der UN-Entwicklungsziele für das neue Jahrtausend weiter zu fördern.

Lemke lobte das Engagement der FIFA, den Fussball als Werbeträger für die Förderung von Entwicklung und Frieden zu verwenden, vor allem durch die Initiative "Football for Hope". Lemke, der 18 Jahre lang als Aufsichtsratsvorsitzender des deutschen Spitzenklubs Werder Bremen fungierte und nun als UN-Sonderbeauftragter tätig ist, ist ein Verfechter der erzieherischen Komponente des Sports im Allgemeinen und des Fussballs im Besonderen.

"Sie wissen nur allzu gut, was man mit Fussball erreichen kann. Dieser Sport ist nicht nur eine Plattform zur Förderung des Fairplay, der Chancengleichheit, der Gesundheit und der Bildung für alle Menschen, sondern spielt zudem eine wichtige Rolle bei weltweiten sozialen Entwicklungsprogrammen und trägt somit einen wichtigen Teil zu einer bessern Zukunft bei", sagte Blatter.

Präsident Blatter betonte, dass "die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 eine großartige Möglichkeit und gleichermaßen eine große Verantwortung darstellt, sowohl Südafrika als auch dem gesamten afrikanischen Kontinent Fortschritt und Entwicklung näher zu bringen. Durch Initiativen wie "In Afrika mit Afrika gewinnen" wird die FIFA ein nachhaltiges Vermächtnis auf dem Kontinent hinterlassen. Die Kampagne "Football for Hope - 20 Zentren für 2010" wird durch die Errichtung von Gemeindeeinrichtungen für Entwicklung, Bildung und Gesundheit zur sozialen Entwicklung beitragen."

Der UN-Sonderbeauftragte wird Südafrika im Juni einen Besuch abstatten und diese Gelegenheit nutzen, um "Football for Hope"-Projekte zu besuchen und um sich mit dem Lokalen Organisationskomitee (LOK) der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Südafrika 2010 zu treffen.

Die FIFA entwickelt seit mittlerweile über zehn Jahren Programme und Kampagnen in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Einrichtungen der Vereinten Nationen, einschließlich des UN-Kinderhilfswerks (UNICEF), des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).