Bei Sonnenaufgang versammelten sich am heutigen Tag zahlreiche Würdenträger, Kinder und Fussballer aus der Präfektur Fukushima - etwa 200 Kilometer nordöstlich von Tokio gelegen -, um der Eröffnung einer Weltneuheit beizuwohnen.

Das medizinische Zentrum des japanischen Fussballverbands im J-Village, das von der FIFA im Rahmen des Goal-Programms mit einem finanziellen Beitrag in Höhe von 800.000 U.S.-Dollar gefördert wurde, ist das erste seiner Art und wurde heute offiziell eröffnet.

Das J-Village selbst ist das erste fussballspezifische Trainingsgelände in Japan und wurde im Juli 1997 eingeweiht. Die Einrichtung wird von verschiedenen Klubs und den japanischen Nationalmannschaften als Trainingsgelände verwendet und dient als Zentrum für Trainer- und Schiedsrichterausbildungen.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der Präsident der JFA, Motoaki Inukai, sowie FIFA-Vorstandsmitglied und JFA-Vizepräsident Junji Ogura durchschnitten das Band zur symbolischen Eröffnung und enthüllten im Beisein des Gouverneurs von Fukushima, Herrn Sato, und des Bürgermeisters der Stadt Naraha eine Tafel. Dies markiert die letzte Entwicklungsphase in der Errichtung des Zentrums.

Die JFA-Akademie ist eine kombinierte Mittel- und Oberschule, die Bildungseinrichtung wurde im April 2006 eröffnet. Die Schüler der Akademie besuchen die örtlichen Mittel- und Oberschulen, während sie in der Akademie leben. Neben den Fussballaktivitäten auf dem großen Gelände der J-Village stehen auch die persönliche und soziale Entwicklung der Schüler im Zentrum der Ausbildung.

Jede Einrichtung, dessen Ziel es ist, dabei zu helfen, die Gesundheit der Spieler zu verbessern und zu überwachen, ist von großer Bedeutung.
FIFA-Präsident Joseph S. Blatter

Joseph S. Blatter, in Begleitung der Mitglieder des Entwicklungsteams der FIFA, war nun Zeuge der Einweihung des weltweit ersten medizinischen Zentrums, und der Präsident der FIFA war von dem, was er sah, sichtlich beeindruckt. Im Anschluss traf sich Joseph S. Blatter mit einigen der im J-Village lebenden Kinder.

"Dies ist definitiv ein großer Tag und jeder, der Teil des japanischen Fussballs ist, sollte sehr stolz darauf sein", sagte er zu Gästen und Medienvertretern.

"Leider hat es im Fussball in jüngster Zeit einige Tragödien gegeben, zuletzt den Tod des Espanyol-Kapitäns (Daniel Jarque) in Spanien. Jede Einrichtung, dessen Ziel es ist, dabei zu helfen, die Gesundheit der Spieler zu verbessern und zu überwachen, ist daher von großer Bedeutung."

"Nicht alle Länder sind in der glücklichen Lage, über derartige Einrichtungen zu verfügen. Als die FIFA bei U-17-Nationalmannschaften in acht afrikanischen Ländern medizinische Untersuchungen durchführte, hatten 63 Prozent der Spieler in ihrem ganzen Leben noch keinen einzigen medizinischen Check absolviert."

Das Goal-Programm wurde 1999 ins Leben gerufen. Seitdem investierte die FIFA über 215 Millionen U.S.-Dollar in über 380 Projekte in 189 Ländern.

Das medizinische Zentrum in Fukushima wurde von der FIFA im Rahmen zweier Goal-Phasen mitfinanziert. 400.000 U.S.-Dollar waren für das medizinische Zentrum gedacht und weitere 400.000 U.S.-Dollar dienten dem Kauf von medizinischer Ausrüstung.

Nächstes Reiseziel von Joseph S. Blatter ist Thailand, wo er morgen das "Tsunami Memorable Football Centre" in Phuket eröffnen wird, ehe er seine Asien-Reise mit der Einweihung eines weiteren Goal-Projekts am Mittwoch in Bangkok abschließen wird.