Wie kann man dafür sorgen, dass ein kleines Fussballland mit weniger als drei Millionen Einwohnern auch in Zukunft Spieler des Kalibers von Ian Rush, Ryan Giggs, Mark Hughes oder Craig Bellamy hervorbringt? Patentrezepte gibt es nicht, wohl aber Mittel. Eines davon könnte die Gründung eines nationalen Trainingszentrums in Wales sein. Das am Mittwoch vom FIFA-Präsidenten persönlich eingeweihte Goal-Projekt wird der Entwicklung des walisischen Fussballs in jedem Fall förderlich sein.
Das besagte Trainingszentrum wird zum Teil von der FIFA über das Programm Goal finanziert und gehört zu einem großen Sportkomplex im Tal von Glamorgan unter der Leitung von Leekes Ltd. Doch auch andere Einrichtungen sind an diesem Projekt beteiligt, so die Rugby Union, der walisische Fussballverband, die Rugbymannschaft Cardiff Blues und der Fussballverein Cardiff City. Auch die walisischen Nachwuchsmannschaften sollen den Komplex nutzen können.
Nach dem Empfang durch Philipp Pritchard, dem Präsidenten des walisischen Verbands, äußerte sich Joseph S. Blatter wie folgt: "Wir brauchen Verbände wie den Ihren, die unsere Goal-Projekte so vorbildlich umsetzen. Wir können stolz sein auf die Einweihung dieses Fussballgeländes, das unser gemeinsames Ziel verdeutlicht: Den Fussball ständig weiter zu entwickeln."
Dann war die Zeit für die Einweihungsfeier des eigentlichen Trainingszentrums gekommen. In der anschließenden Pressekonferenz erinnerte der FIFA-Präsident dann an einige grundlegende Prinzipien des modernen Fussballs: "Wir müssen uns weiterhin gemeinschaftlich der Bewahrung der Werte im Fussball und dem Schutz von Spiel und Spielern widmen. Dabei müssen wir die Prinzipien der Integrität der Wettbewerbe, der Unvorhersehbarkeit der Ergebnisse, der sportlichen Ethik und des Fairplays in allen Bereichen und auf allen Ebenen der Fussballpyramide gewährleisten."
