Geboren 1916, Gestorben 2016
(am 8. Juni 1998 zum Ehrenpräsidenten der FIFA ernannt)

Die 24-jährige Amtszeit von Dr. João Havelange ist von einem starken Umbruch innerhalb der FIFA geprägt. Insbesondere gilt dies für die Aufstockung und Vermarktung des FIFA-Weltpokal™-Turniers von 16 über 24 auf insgesamt 32 Mannschaften im Jahr 1998. Der ehemalige Olympiaschwimmer und Wasserpolospieler Havelange hat es vor allem vermocht, durch Entwicklungsprogramme den Fussball zu einer universellen Sportart zu machen. Darüber hinaus konnte die WM-Beteiligung von Teams aus Asien, Afrika und der CONCACAF-Zone, die bis 1974 nur einen Startplatz bei der Endrunde hatten, deutlich gesteigert werden. Der FIFA-Hauptsitz in Zürich zählte bei seiner Amtsübernahme gerade einmal 12 feste Mitarbeiter. Unter Havelange stieg die Zahl um das Zehnfache, da die organisatorische Verantwortung und die kommerziellen Interessen zunahmen. Dies lag nicht zuletzt in den neuen Turnieren begründet - insbesondere die U-17 und U-20-Wettbewerbe in den späten 80er-Jahren sowie dem FIFA-Konföderationen-Pokal und der FIFA-Frauenfussball-Weltmeisterschaft Anfang der neunziger Jahre.