"Jedes fussballbegeisterte Kind hat den Traum, irgendwann einmal die WM-Trophäe hochzuhalten. Unsere Aufgabe ist es, diesen Traum aufrechtzuerhalten." Mit diesen Worten beendete FIFA-Präsident Gianni Infantino den fünften FIFA-Fussballgipfel 2017/2018 in Amsterdam.

Präsidenten und Generalsekretäre aus 21 FIFA-Mitgliedsverbänden und drei Konföderationen (AFC, CONCACAF und UEFA) debattierten unter anderem über das FIFA-Forward-Programm und die Zukunft der Jugend- und Frauenwettbewerbe.

Die Länder schätzen den regelmäßigen Austausch, den die Fussballgipfel bieten, denn dadurch lernen sie die Belange der Kollegen besser kennen. "Es geht um Diskussion, Mitwirkung, Kooperation und Inklusion", betonte Infantino, bevor die Teilnehmer in Gruppensitzungen zu den Themenschwerpunkten Stellung bezogen. "Die zeitweilige Aufteilung der Teilnehmer bot den Mitgliedsverbänden die Möglichkeit, öfter zu Wort zu kommen und ihre Meinung detailliert darzulegen", erklärte Evelina Christillin, Mitglied des FIFA-Rats, aus Italien.

In einem Mitgliedsverband ist die Infrastruktur die größte Herausforderung, im nächsten sind es die Witterungsverhältnisse, in einem anderen wiederum die Übergange vom Grassroots-Fussball zu den Juniorinnenteams. Die Bedürfnisse der 211 FIFA-Mitgliedsverbände variieren. Ziel ist es dennoch, bei allen Fragen, die die Zukunft des Spiels betreffen, eine Lösung zu finden, die von allen Verbänden getragen wird.

"Die Entscheidungen werden nicht von oben herab getroffen. Die Mitgliedsverbände sind Teil der Diskussion und des Entscheidungsprozesses. Das führt zu mehr Transparenz und zu größerem Verständnis", sagte David Gill, Vizepräsident des FIFA-Rats aus England. Theodore Giannikos, FIFA-Direktor der Subdivision für Verbandsdienstleistungen, fügte an: "Die Rückmeldung der Mitgliedsverbände ist durchweg positiv. Darauf ruhen wir uns aber nicht aus, denn um es mit den Worten von Präsident Infantino zu sagen: Wir messen uns nicht mit der Vergangenheit, wir messen uns mit der Zukunft."

Noch in dieser Woche findet der nächste FIFA-Fussballgipfel statt. Diesmal in Jamaika. Und auch dort wird wieder im Verbund über die Gestaltung des Fussballs diskutiert – damit der Traum eines jeden Kindes, die WM-Trophäe einmal in den Händen zu halten, weltweit weiterlebt.

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