FIFA-Generalsekretärin Fatma Samoura hielt heute in Kasan (Russland) bei der 6. UNESCO-Weltsportministerkonferenz (MINEPS VI) eine Rede vor Sportministern und ranghohen Sportfunktionären aus über 110 UNESCO-Mitgliedstaaten. Sie erinnerte die sportpolitischen Entscheidungsträger an die Bedeutung von Partnerschaften zwischen Regierungen, Mitgliedsverbänden und der FIFA, um dadurch den Sport allen zugänglich zu machen und den Beitrag des Sports, insbesondere des Fussballs, zur Umsetzung der UNO-Ziele für nachhaltige Entwicklung zu steigern.

In den einleitenden Worten ihrer Rede unterstrich Fatma Samoura zudem, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen der FIFA und der UNESCO bei der Erreichung gemeinsamer Ziele und der Förderung sozialer Entwicklung durch Bildung sei. Zudem dankte sie dem UNESCO-Sekretariat für sein offenes und partnerschaftliches Vorgehen bei der Bestimmung der Themen für die MINEPS VI, woran sich auch die FIFA aktiv beteiligt hatte.

Um die Hauptthemen der diesjährigen Konferenz – soziale Integration, der Beitrag von Sport zur nachhaltigen Entwicklung sowie Integrität – drehten und drehen sich auch alle laufenden Arbeiten und Initiativen der FIFA.

Als Beispiel für diese wertvollen Synergien nannte Fatma Samoura die "Football for Schools"-Projekte, dank denen Fussball und andere Sportarten für Mädchen und Jungen vermehrt in den Schulunterricht aufgenommen werden sollen. Im Rahmen des Strategiepapiers "FIFA 2.0: Vision für die Zukunft" und des FIFA-Forward-Entwicklungsprogramms soll mit der Erarbeitung und Umsetzung dieser Projekte der nationale Fussball gefördert und der Sport in den Dienst der lokalen Gemeinschaften gestellt werden. Über die Projekte werden u. a. bestehende Fussballfelder saniert, Instruktoren, Trainer und Schiedsrichter geschult, Ausrüstung an Schulen, Instruktoren, Trainer und Schiedsrichter verteilt oder Lebenskompetenzen durch die Vermittlung von Trainingsmethoden und sozialer Erziehung gefördert. Das Know-how, die Funktionen und die Kompetenzen aller Projektpartner erlauben eine erfolgreiche Umsetzung der Projekte. Ebenfalls Teil der Projekte ist die Einführung von nationalen Schulfussballwettbewerben.

"Soziale Anliegen und Bildung müssen bei all unseren Projekten im Zentrum stehen", betonte Fatma Samoura bei ihrer Rede und unterstrich das Potenzial des Fussballs bei der Förderung internationaler Zusammenarbeit, wertvoller Synergien sowie sozialer Entwicklung und Integration.

Die FIFA lanciert im Moment entsprechende Pilotprojekte, und 2017 und 2018 sollen noch weitere dazukommen. Weitere "Football for Schools"-Projekte sollen auf der ganzen Welt entstehen, ausgehend vom Interesse der FIFA-Mitgliedsverbände sowie den lokalen Sport- und Fussballgegebenheiten im jeweiligen Land.

Die FIFA wurde 2012 auf Einladung der UNESCO erneuerbares Mitglied des Ständigen Beratungsausschusses (PCC) des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Leibeserziehung und Sport (CIGEPS). Seither beteiligt sie sich an der Sportpolitik der UNESCO und leistet wichtige Beiträge zu Sportinitiativen sowie zum sportpolitischen Rahmen der MINEPS VI.