Die FIFA führt die Testphase für VSA-Technologie bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Korea Republik 2017 (20. Mai bis 11. Juni), dem FIFA Konföderationen-Pokal Russland 2017 (17. Juni bis 2. Juli) und der FIFA Klub-Weltmeisterschaft VAE 2017 (6. bis 16. Dezember) fort.

Auf dem Weg zum Einsatz von Video-Schiedsrichterassistenten (VSA) bei den kommenden FIFA-Turnieren wurde mit der Auswahl von Hawk-Eye Innovations als Lieferant der VSA-Technologie für die genannten Wettbewerbe ein weiterer wichtiger Schritt getan.

Der Entscheidung war ein umfassendes Ausschreibungsverfahren vorausgegangen, bei dem interessierte Technologie-Unternehmen ihre Angebote einreichen konnten. Die zuständigen FIFA-Abteilungen untersuchten den Einsatz der VSA-Technologie bei früheren Tests bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2016 in Japan und bei mehreren internationalen Freundschaftsspielen.

"Die FIFA ist überzeugt, dass durch die Wahl von Hawk-Eye als Lieferant der VSA-Technologie bei den kommenden FIFA-Turnieren die technologischen Anforderungen an eine derart wichtige Innovation erfüllt werden, die zur weiteren Verbesserung von Integrität und Fairness im Fussball beitragen soll", sagte der stellvertretende FIFA-Generalsekretär Zvonimir Boban.

Das International Football Association Board (IFAB) hatte am 5. März 2016 bei seiner 130. jährlichen Generalversammlung in Cardiff (Wales) eine zweijährige Phase für Tests der VSA-Technologie unter Realbedingungen zur Korrektur von klaren Fehlentscheidungen bei spielentscheidenden Situationen beschlossen. Es soll festgestellt werden, ob der Einsatz von Video-Schiedsrichterassistenten (VSA) zu einer Verbesserung des Fussballs beiträgt. Die VSA-Technologie soll den Video-Schiedsrichterassistenten so schnell wie möglich die besten Kamerawinkel liefern, so dass korrekte und konsistente Entscheidungen getroffen werden können. Das IFAB hatte einen detaillierten Protokollkatalog für die Experimente verabschiedet und beschlossen, dass diese mindestens zwei Jahre lang erfolgen sollen, damit die Vor- und Nachteile eingehend untersucht werden können. Der Protokollkatalog wurde von der technischen Unterkommission des IFAB mit Unterstützung der FIFA-Abteilung für Fussball-Technologie-Innovation erarbeitet und berücksichtigt die Diskussionen mit dem Fussball-Beratungsgremium und dem Technik-Beratungsgremium sowie mit Fussballverbänden, Ligen, anderen Sportarten und Technologieanbietern.

Im Rahmen der Tests bei den genannten FIFA-Wettbewerben soll untersucht werden, wie sich der Einsatz des VSA-Systems auf das Verhalten der Spieler und Schiedsrichter sowie die Reaktionen der Fans im Stadion und der TV-Zuschauer auswirkt. Es werden noch umfangreiche Informationen benötigt, bevor das IFAB 2018 oder spätestens 2019 eine endgültige Entscheidung zur Einführung der VSA-Technologie treffen kann.