• Über 20 FIFA Legends kamen in Bahrain mit dem FIFA-Präsidenten zusammen
  • Videobeweis und WM-Erweiterung standen auf der Tagesordnung
  • Gianni Infantino: "Wir brauchen Ihr Engagement"

Im Rahmen des 67. FIFA-Kongresses gab es in Manama (Bahrain) unter dem Vorsitz von FIFA-Präsident Gianni Infantino eine weitere Zusammenkunft der Denkfabrik mit den FIFA Legends. Bei dem Treffen ging es darum, die Ansichten der wichtigsten Aushängeschilder des Weltfussballs zu verschiedenen aktuellen Themen einzufangen.

"Wir müssen unseren Fokus in erster Linie auf den Fussball richten, und zu diesem Zwecke müssen wir den Protagonisten zuhören – und das sind Sie alle. Wir möchten sie noch stärker in unser Tun einbinden und wissen, wie Sie zu den Entscheidungen stehen, die wir treffen wollen", so Präsident Infantino zum Auftakt der Sitzung, bei der mehr als 20 noch aktive und ehemalige Elitefussballer aus sämtlichen FIFA-Konföderationen zusammenkamen. 

Die Gruppe sprach unter anderem darüber, wie man solche Zusammenkünfte in Zukunft dafür nutzen könnte, stärkeren Einfluss in Ländern zu nehmen, in denen die Fussballentwicklung noch angekurbelt werden muss.

"Wir haben das Gefühl, dass die FIFA den Leuten zuhört, die selbst Fussball gespielt haben. Das ist fundamental, denn wir haben vielleicht eine andere Sichtweise und sind näher am Geschehen dran, wenn es um neue Ansätze rund um das Spiel geht. Das bezieht sich nicht nur auf die Entwicklung, sondern auch um den Einsatz von Technik oder die Erweiterung der WM. Das ist immer gut", erklärt der Argentinier Pablo Aimar.

Bei der Sitzung waren auch Fatma Samoura (FIFA-Generalsekretärin), Zvonimir Boban (stellvertretender FIFA-Generalsekretär), Marco van Basten (Leitender Beauftragter der FIFA für Technische Entwicklung), Pierluigi Collina (Vorsitzender der FIFA-Schiedsrichterkommission) sowie Massimo Busacca (Leiter der FIFA-Schiedsrichterabteilung) zugegen. 

Auf der Agenda standen unter anderem eine ausführliche Erläuterung der Funktionsweise der Videounterstützung der Spieloffiziellen sowie die wichtigsten Herausforderungen des aktuellen Fussballs im Männer- und Frauenbereich.

Für Alex Scott, die mit England bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2015™ den dritten Platz belegte, ist es ganz wesentlich für die Förderung der Entwicklung und des Erscheinungsbilds des Fussballs, dass sie gemeinsam mit einigen der besten Fussballer aller Zeiten Gehör findet und einbezogen wird. "Zusammenkommen und Ideen austauschen – das ist der richtige Weg."

Die Kanadierin Karina LeBlanc kann ihr da nur zustimmen. LeBlanc: "Die FIFA hat uns vor einem Jahr erklärt, sie werde uns zuhören. Das passiert jetzt tatsächlich. Diese Treffen sind sehr wichtig, und wir nehmen zweifellos alle reichlich Gesprächsstoff und Anregungen mit in unsere Heimatländer. Der Fokus liegt auf der Verbesserung des Spiels und darauf, besseren Fussball zu bieten. Ich bin sicher, dass alles Erforderliche getan wird, um dies zu erreichen.

In Bahrain anwesende FIFA Legends (in alphabetischer Reihenfolge):
Pablo Aimar (ARG), Said Al Owairan (KSA), Cafú (BRA), Jorge Campos (MEX), Han Duan (CHN), Nia Künzer (GER), Karine LeBlanc (CAN), Carli Lloyd (USA), Diego Maradona (ARG), Jay Jay Okocha (NGA), Karl-Heinz Riedle (GER), Jason Roberts (GRN), Ronaldinho (BRA), Michel Salgado (ESP), Alex Scott (ENG),  Dario Šimić (CRO), Alexei Smertin (RUS), David Trezeguet (FRA), Carlos Valderrama (COL), Ivan Vicelich (NZL) und Talal Yousef (BHR).