Nach der Prüfung des Berichts der von Tokyo Sexwale angeführten FIFA-Kontrollkommission Israel/Palästina und umfassenden rechtlichen Konsultationen hat sich der FIFA-Rat auf eine Position hinsichtlich der Verwaltung des Fussballs im Westjordanland verständigt.

Der FIFA-Rat nimmt die Dokumente, die internationale staatliche Stellen in Bezug auf das Verhältnis zwischen Israel und Palästina erlassen haben, u. a. die Resolution Nr. 2334 des UNO-Sicherheitsrats, die Empfehlungen, aber keine Sanktionen enthält, zur Kenntnis, verzichtet aber auf eine Stellungnahme zu ihrem Inhalt.

Der FIFA-Rat anerkennt, dass die jetzige Lage aus Gründen, die nichts mit dem Fussball zu tun haben, außerordentlich komplex und heikel ist und aufgrund bestimmter Tatsachen von Nichtregierungsorganisationen wie der FIFA weder ignoriert noch einseitig geändert werden kann. Da der definitive Status des Westjordanlands in der Verantwortung der zuständigen internationalen öffentlich-rechtlichen Körperschaften liegt, beschließt der FIFA-Rat, dass die FIFA getreu ihrem in den FIFA-Statuten verankerten Grundsatz politisch neutral bleiben muss.

Der FIFA-Rat ist ferner zum Schluss gekommen, dass jeder Eingriff der FIFA in den Status quo des Fussballs in den entsprechenden Gebieten ohne Zustimmung der betroffenen Parteien die Lage des Fussballs nicht nur in diesen Gebieten, sondern auch in der gesamten Region verschlechtern könnte, was nicht im Sinne des Fussballs liegt.

Der FIFA-Rat sieht deshalb davon ab, gegen den israelischen oder den palästinensischen Fussballverband Sanktionen oder sonstige Maßnahmen zu verhängen oder andere FIFA-Organe damit zu beauftragen. Der Fall gilt somit als erledigt und wird so lange nicht Gegenstand weiterer Diskussionen sein, als sich die rechtlichen und/oder tatsächlichen Verhältnisse nicht geändert haben.

Ungeachtet dessen wird sich die FIFA-Administration weiter dafür einsetzen, den Verkehr von Spielern und Offiziellen sowie von Fussballausrüstung nach, aus und in Palästina zu vereinfachen, wo die FIFA-Kontrollkommission Israel/Palästina die größten Fortschritte und ein positives Ergebnis erzielt hat.