Nach dem Beschluss zur Erweiterung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ auf 48 Mannschaften ab 2026 äußerten mehrere Mitglieder des FIFA-Rates ihre Einschätzung gegenüber FIFA.com.

Gianni Infantino, FIFA-Präsident
Ich hatte die Erweiterung der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ in mein Wahlprogramm geschrieben. Der damalige Vorschlag sah 40 Mannschaften in acht Fünfergruppen, drei zusätzliche Spieltage und acht Spiele für die Finalteilnehmer vor. Wir haben uns nun auf ein sogar noch besseres Format geeinigt, denn es verringert die Anzahl der Spieltage gegenüber dem Vorschlag und bezieht trotzdem noch mehr Mitgliedsverbände in das Turnier ein. Das Fussballfieber in einem Land, das sich für eine WM qualifiziert, ist das größte und kraftvollste Fördermittel für den Fussball, das man sich denken kann. Was die Klubmannschaften angeht, ging es vor allem darum, die Turnierdauer nicht zu verlängern und die Belastung der Spieler nicht zu erhöhen. Diese Vorgaben haben wir erreicht.

Victor Montagliani (CAN)
Der Präsident hatte vom ersten Tag an die Unterstützung, was das Konzept angeht. Wir mussten uns lediglich darüber klar werden, wie das Turnier nun aussehen sollte. Umfangreiche und fundierte Untersuchungen wurden angestellt. Das ist ein großer Tag für den Fussball. Die Vorschläge waren gut recherchiert und alle Fakten und Zahlen standen zur Verfügung. Es gab noch einige Diskussionen zur Kosten-Nutzen-Analyse und einige Detailfragen, doch es war ziemlich offensichtlich, dass dieses Format das beste ist.

Alejandro Domínguez (PAR)
Dies ist eine Entscheidung zum Wohle der gesamten Fussballgemeinde. Sie wird zur Entwicklung des Fussballs rund um die Welt beitragen. Fussball ist und bleibt nun einmal ein magischer Sport, der die Fans begeistert. Der Gewinn einer Weltmeisterschaft mit 48 Teams ist für das siegreiche Team ein ganz besonderer Erfolg.

Evelina Christillin (ITA)
Da die FIFA mittlerweile 211 Mitgliedsverbände hat, ist die Erweiterung auf mehr teilnehmende Länder eine gute Sache. Betrachtet man den Trend von 1982 [Erweiterung auf 24 Teams] bis 1998 [Erweiterung auf 32 Teams], wird deutlich, dass der Anteil der Teilnehmer mehr oder weniger gleich geblieben ist. Ich halte das Format mit 16 Dreiergruppen für eine gute Option und ich halte die Erweiterung für fair und richtig.

Kohzo Tashima (JPN)
Wir haben diese Entscheidung getroffen, nachdem wir die FIFA-Analysen zu vier verschiedenen Optionen gehört hatten. Dabei wurden uns sehr fundierte Daten geliefert. Die Gesamtanzahl der Spiele wird erhöht, doch vom ersten Spiel bis zum Finale sind es für die Finalteilnehmer sieben Spiele. Das hat sich also nicht geändert, und auch die Anzahl der Ruhetage wird nicht verringert. Das Niveau des Wettbewerbs bleibt also erhalten, was aus fussballerischer Sicht wichtig ist. Die Dauer des Turniers ändert sich ebenfalls nicht, so dass es auch keine Auswirkungen für die Klubs oder Spieler gibt.