FIFA-Präsident Gianni Infantino will die Einbindung der wichtigsten Interessengruppen im Fussball stärken und leitete daher am Donnerstag eine erste informelle Sitzung der von ihm ins Leben gerufenen Denkfabrik mit zahlreichen FIFA Legends, um deren Ansichten zu aktuellen Fussballfragen zu hören. Die Ansichten und Ideen der FIFA Legends sollen in aktuelle Beratungsprozesse mit einfließen.

Infantino eröffnete die erste Sitzung der Denkfabrik und moderierte eine lebhafte Diskussion unter den früheren Fussballgrößen. "Ich möchte Ihre Ansichten zu allen Themen hören, die für den Fussball von Bedeutung sind. Und wer könnte besser geeignet sein als Sie – schließlich haben Sie sich als Spieler oder als Trainer voll und ganz dem Fussball verschrieben", so Infantino. "Wir können das Spiel nur besser verstehen, wenn wir denjenigen zuhören, die es aktiv betreiben – also den Spielern."

Trainer José Mourinho begrüßte die Initiative ausdrücklich: "Zum ersten Mal wendet sich die FIFA direkt an die Spieler und bezieht sie ein. Das ist ein großer und wichtiger Schritt, den wir sehr begrüßen."

Mia Hamm, die 1999 den Titel bei der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ gewann, äußerte sich ähnlich wie Mourinho: "Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Spielerinnen und Spieler zusammenkommen und ihre Ideen und Vorstellungen für den Fussball teilen. Unsere Liebe zum Fussball entstammt der Leidenschaft, die wir schon als Kinder für das schönste aller Spiele entwickelt haben. Diese Leidenschaft endet nicht, wenn wir nicht mehr gegen den Ball treten."

Infantino gibt am Freitag im Rahmen des FIFA-Kongresses weitere Details zum Programm der FIFA Legends bekannt, mit dem er den Aktiven eine stärkere Stimme verleihen will. "Dies ist der Beginn von etwas ganz Neuem. Ich bin sicher, dass es großartig wird", fasste Infantino den gut 90-minütigen Meinungsaustausch zusammen.