Beim außerordentlichen FIFA-Kongress 2016 in Zürich haben die FIFA-Mitgliedsverbände ein Paket mit wegweisenden Reformen verabschiedet. Diese bildeten die Grundlage für erhebliche Verbesserungen an der Führung des internationalen Fussballs. Außerdem wurde Gianni Infantino zum 9. FIFA-Präsidenten gewählt.

179 der 207 beim außerordentlichen FIFA-Kongress in Zürich anwesenden und stimmberechtigten Mitgliedsverbände befürworteten die Reformen. Die Reformen basieren auf den Vorschlägen der FIFA-Reformkommission 2016 und den daraus folgenden Empfehlungen des FIFA-Exekutivkomitees an den FIFA-Kongress in der Form des Entwurfs der FIFA-Statuten. Sie sind ein bedeutender Schritt hin zur Modernisierung der institutionellen Kultur der FIFA in Schlüsselbereichen und beinhalten z. B. die klare Trennung zwischen politischen und geschäftsführenden Aufgaben, Amtszeitbeschränkungen, die Offenlegung individueller Vergütungen, die stärkere Anerkennung und Förderung von Frauen im Fussball und das Bekenntnis zu einer Verankerung der Menschenrechte in den FIFA-Statuten.

Des Weiteren müssen auch die Mitgliedsverbände und Konföderationen die Grundsätze von Good Governance in ihren Statuten verankern. Dazu gehören die zwingende jährliche Vorlage eines unabhängigen Buchprüfungsberichts sowie unabhängige Rechtsorgane zur Sicherstellung der Gewaltenteilung auf allen Ebenen des Fussballs. Die wichtigsten Aspekte der verabschiedeten Reformen sind in den geänderten FIFA-Statuten enthalten. Eine Zusammenfassung der verabschiedeten Reformen finden Sie hier.

Infantino wurde für die restliche Amtszeit (bis 2019) zum FIFA-Präsidenten gewählt. Gemäß FIFA-Statuten begann die Amtszeit des neuen FIFA-Präsidenten nach Abschluss des Kongresses.

Zu Beginn des Verfahrens hatte der Kongress bestätigt, dass 207 FIFA-Mitgliedsverbände wahlberechtigt waren (die Mitgliedsverbände von Indonesien und Kuwait waren aufgrund ihrer Suspendierung nicht wahlberechtigt). Tokyo Sexwale zog seine Kandidatur nach seiner Ansprache vor dem Kongress zurück.

Ergebnisse der Wahl für das Amt des FIFA-Präsidenten:

1. Wahlgang:

Prinz Ali Bin Al Hussein: 27 Stimmen 
Salman Bin Ebrahim Al Khalifa: 85 Stimmen
Jérôme Champagne: 7 Stimmen
Gianni Infantino: 88 Stimmen

2. Wahlgang:

Prinz Ali Bin Al Hussein: 4 Stimmen 
Salman Bin Ebrahim Al Khalifa: 88 Stimmen
Jérôme Champagne: 0 Stimmen
Gianni Infantino: 115 Stimmen