Die FIFA nimmt die kommenden Jahre mit einer grossen Vision in Angriff: Mit dem Bekenntnis „Develop the game – touch the world – build a better future“ (Das Spiel fördern, die Welt bewegen und eine bessere Zukunft gestalten) will die FIFA ihre Schlüsselwerte Echtheit, Integrität, Leistung und Einheit weltweit verankern.

Dies war eine der Kernbotschaften von FIFA-Präsident Joseph S. Blatter in seiner Ansprache am zweiten Tag des FIFA-Kongresses vor den Delegierten aller 207 FIFA-Verbände, Regierungs- und Behördenvertretern, geladenen Gästen und Medienvertretern im Internationalen Kongresszentrum in München.

Der FIFA-Präsident stellte dabei das Prinzip einer starken und vereinten Fussballfamilie in den Vordergrund: „Die FIFA mag nicht perfekt sein, es mögen nicht perfekte Menschen für sie tätig sein, aber der Grundgedanke ist gesund und solid: Jegliche Tätigkeit und jedes Wachstum muss innerhalb einer Familie stattfinden.“

„Die Universalität bleibt unser Leitgedanke mit der FIFA als richtungsweisenden Instanz, die auf dem Spielfeld Gleichheit für alle gewährleistet und den Fussball als Quelle der Hoffnung schützt“, sagte Blatter weiter.

Blatter hielt zudem fest, dass es nun gelte, mit zukunftsweisenden Kongressbeschlüssen Auswüchsen wie Korruption, Problemen bei Spielertransfers, Besitzverhältnissen von Klubs, Angriffen gegen die Integrität der sportlichen Wettbewerbe sowie Rassismus mit aller Kraft und geschlossen als eine vereinte Fussballfamilie zu begegnen. Zu den von Blatter besonders erwähnten Problemen gehören auch Wetten sowie Doping. In allen Bereichen gelte es, Massnahmen zu verabschieden und umzusetzen.

In der Folge beauftragte der FIFA-Kongress mit 194:5 Stimmen das Exekutivkomitee, die von den Arbeitsgruppen Politik, Finanzen und Wettbewerbe der FIFA-Taskforce „For the Good of the Game“ ausgearbeiteten Massnahmen grundsätzlich umzusetzen, darunter die zusätzlich anlässlich des heutigen Kongresses beantragte Beschränkung der Anzahl Teams in den obersten Ligen auf maximal 18.

Als Beleg für die weit gefächerten Aktivitäten jenseits der Schlagzeilen verwies Blatter zudem auf mehrere wenig bekannte Tätigkeiten und Projekte der FIFA etwa im Zusammenhang mit ihrer sozialen Verantwortung oder zur Förderung des Frauenfussballs.

„Fussball ist mehr, als gegen den Ball zu treten, er ist eine Lebensschule“, hielt Blatter abschliessend fest.