Elf Jahre nach der Gründung der FIFA durfte Präsident Woolfall bereits auf erste Erfolge zurückblicken. In seiner Eröffnungsrede wies er darauf hin, dass sich die FIFA bisher vor allem in Bezug auf die Verständigung zwischen den einzelnen Verbänden verdient gemacht und so eine Einheitlichkeit im Auftreten erreicht habe.

Ausserdem bedauerte Woolfall den Tod König Edwards VII., der ein grosser Sportsmann und als Schirmherr des englischen Fussballverbands auch ein grosser Anhänger des Fussballspiels war. Der Kongress selbst stand anschliessend ganz im Zeichen der weltweiten Expansion und der Festigung des stetig wachsenden Weltfussballverbands. Folgende Entscheide wurden getroffen:

• Als erster nicht europäischer Verband wurde Südafrika in die FIFA aufgenommen. Nach der Suspendierung während des Apartheidregimes folgte 1992 die Wiederaufnahme in den Weltfussballverband (vergleiche dazu das Kapitel „Fussball in Südafrika“).

• Die FIFA entschied, dass jeweils für jedes Land nur ein Mitgliedsverband anerkannt und als massgebliche Institution betrachtet werden sollte. Somit wurde allen Mitgliedsverbänden explizit das Fussballmonopol in ihrem Land zugesprochen.

• Die Delegierten äusserten explizit den Wunsch, dass sich nach England auch die drei anderen britischen Verbände Wales, Schottland und Nordirland der FIFA anschliessen sollten.