25. FIFA-Kongress 1946 in Luxemburg

Die Vertreter der 34 Verbände, die am ersten FIFA-Kongress nach dem Zweiten Weltkrieg teilnehmen, treffen einige weitreichende Beschlüsse. Dank dem diplomatischen Geschick von Jules Rimet kehren die vier britischen Verbände England, Nordirland, Wales und Schottland nach fast 20 Jahren wieder in die FIFA zurück.

Der Grund für den zeitweiligen Ausschluss der vier Mitglieder waren Meinungsverschiedenheiten beim Status von Amateurspielern. Für die Briten führten die späteren FIFA-Präsidenten Arthur Drewry und Sir Stanley Rous die Verhandlungen.

Die Rückkehr der britischen Verbände wurde 1947 im Hampden Park mit einem Spiel zwischen Grossbritannien und einer FIFA-Auswahl gefeiert. Das Spiel des Jahrhunderts, wie die Presse schrieb, zog 135 000 Zuschauer an. Die Einnahmen in Höhe von GBP 35 000 gingen an die FIFA, die damit einen Teil ihrer Verluste während des Kriegs deckte. Das britische Team siegte 6:1.

Weitere Kongressbeschlüsse 1946:
• Die WM-Trophäe wird zu Ehren des Präsidenten in Jules-Rimet-Pokal umbenannt.
• Die nächste Weltmeisterschaft (1949 geplant, aber erst 1950 ausgetragen) wird an Brasilien vergeben, die übernächste an die Schweiz. Beide Turniere werden im K.-o.-System ausgetragen.
• Auf Antrag der CONMEBOL wird Spanisch offizielle FIFA-Sprache.

Der folgende Auszug des Kongressprotokolls unterstreicht die Bedeutung des 25. FIFA-Kongresses.